, Schenk Corinne

U21A: 4. Playoutspiel gegen WASA

Zum Glück ist die Halle «Tal der Demut» in St. Gallen ihrem Namen bis jetzt nicht getreu geworden, zumindest nicht für uns. Dass wir in der Serie 1:2 im Rückstand standen, konnte man bei der Carfahrt nach St. Gallen überhaupt nicht feststellen. Auf unsere treuen Fans ist immer Verlass, denn auch sie haben die lange Fahrt zum zweiten Mal für uns in Kauf genommen. Mit einer guten Stimmung sind wir also alle zusammen in diese Halle einmarschiert.

Mit der guten Stimmung hörte es auch im Warm-up und im Einschiessen nicht auf, vielleicht deshalb ist es uns so gut gelaufen. Alles war also optimal. Dass wir heiss waren, konnte man schon beim ersten Anspiel sehen, denn dieses konnten wir für uns gewinnen. In den ersten zehn Minuten ist nicht allzu viel passiert, dennoch sind wir zu Chancen gekommen und dass wir vollgeladen mit Energie waren, war auch ersichtlich. Doch ist es WASA gelungen, in der 11. Minute in Führung zu gehen, wenn man ihnen zu viel Platz lässt, nutzen auch sie diese Chance aus. Das war aber kein Grund zur Sorge, denn nicht einmal eine Minute später, nach 12 Minuten und 12 Sekunden, servierte Inola Ueltschi Janine Lüthi den Ball, die ihn dann ins Netz hängte. Schon war der Patzer wieder ausgebügelt. Wir konnten weiterhin top Chancen kreieren, jedoch konnten wir erst in der 19. Spielminute ein weiteres Mal den Ball im Tor versenken. Melinda Zoe Rist konnte das Missgeschick einer WASA-Spielerin eiskalt ausnutzen. Somit gingen wir mit einer 2:1 Führung in die erste Pause.
 
Die ersten zehn Minuten des zweiten Drittels verliefen ganz gut, sowie im ersten Drittel, dann hat eine WASA-Spielerin eine zwei Minuten Strafe kassiert, weil sie ihre Schlagkraft testen wollte bzw. wegen eines Stockschlags. So weit, so gut. Doch WASA konnte, dank eines Freischlags, einen Short-Hander erzielen. Also stand nach 34 Minuten 2:2. Wir hingegen hatten leider nicht viel von dieser Strafe. Auch der Rest dieses Drittels war dann tendenziell holprig. Mit diesem Spielstand gingen wir also die zweite Pause.
 
Nach vier Minuten im dritten Drittel musste sich Elina Fiechter für zwei Minuten zu den Helfern bei der Strafbank gesellen, denn auch sie hat ihre Schlagkraft getestet (Stockschlag). Leider konnten wir die 2 Minuten nicht, ohne Tor zu kassieren, überstehen, somit stand 2:3. Trotz der erneuten Führung von WASA haben wir nicht nachgelassen und sie weiterhin auf Trab gehalten und so gelang es Jenny Löffel auf Pass von Elina Fiechter den Ausgleichstreffer in der 48. Spielminute zu erzielen, und zwar nicht irgendwie, sondern mit einem Lattenkreuzschuss vom Feinsten. Unsere Freude konnte so nochmals Schwung holen, uns die nötige Energie geben und unseren Kampfwillen entfachen. Die folgenden Minuten des Spiels waren Nerven aufreibend, aber Melinda Zoe Rist konnte trotzdem einen kühlen Kopf bewahren und erzielte in der 52. Spielminute das 4:3. Natürlich musste WASA darauf reagieren, daher haben sie ihr Timeout genommen. Allzu viel hat es nicht bewirkt, spannend blieb es, aber WASA konnte nicht ausgleichen. So mussten sie zwei Minuten vor Schluss mit 6 Spielerinnen und ohne Goalie ihr Glück versuchen. Es ging genau eine Minute gut, denn Melinda Zoe Rist konnte einen Pass von ihnen abfangen und den Sack zu machen. Also stand es 40 Sekunden vor Schluss 5:3 für uns, es war eine riesige Erleichterung. Die Zeit konnten wir erfolgreich zu Ende spielen und somit die Playoutserie ausgleichen. Die Erleichterung war so gross, dass sich manche kurz auf dem Boden erholen mussten. Nun müssen wir den Schwung, den Kampfwillen, die Freude und die Stimmung in das letzte, entscheidende Playoutspiel mitnehmen.
 
Anwesend: Licia Schafroth, Selina Wyss, Jana Wüthrich, Inola Ueltschi, Keira Lehmann, Melinda Zoe Rist, Selina Zaugg, Lena Röthlisberger, Céline Geering, Jana Reusser, Nina Flückiger, Meline Sommer, Jana Fankhauser, Janine Lüthi, Jasmin Röthlisberger, Selina Hodel, Jenny Löffel, Elina Fiechter, Corinne Schenk, Valerie Gasser
Staff: Lara Kipf, Matthias Kipf, Guido Marti