L-UPL: Derby-Sieg für die Skorps
Nach anfänglicher Ausgeglichenheit entscheiden die Emmentalerinnen das Derby gegen UH BEO mit 5:2 für sich. Nach vier spielfreien Wochenenden wartete eine herausfordernde Aufgabe auf die Skorps. Duelle zwischen den Oberländerinnen und den Emmentalerinnen waren für ihre Hitzigkeit und Spannung bekannt. Die zahlreichen Zuschauenden konnten sich auf einen vielversprechenden Wiedereinstieg in die Meisterschaft freuen. So auch die Skorps, welche die letzten Derbys gegen UH BEO für sich entscheiden konnten.
Dementsprechend starteten die Emmentalerinnen mit dem nötigen Selbstvertrauen und einer grossen Portion Zuversicht ins Spiel. Die lange Pause machte sich jedoch auf Anhieb bei beiden Teams bemerkbar. Obwohl die technischen Finessen in diesen vier Wochen trainiert worden waren, zeigten sich Unsicherheiten: Bälle versprangen, Pässe endeten im Nirgendwo, Abschlüsse verfehlten das Tor. Es wurde hart gekämpft, aber nur mit wenig spielerischer Qualität. Das erste Drittel brachte dementsprechend kein einziges Tor hervor.
Dass diese Leistung die Skorps nicht zu einem Sieg führen würde, schien allen klar zu sein. Im zweiten Drittel wurde infolgedessen auf mehr Ballkontrolle und ein höheres Spieltempo gesetzt. Die Umsetzung zeigte dann nach 31 Spielminuten endlich einen Erfolg. Brechbühl verwertete einen gekonnten Steilpass von Grundbacher und schoss ihr Team zur erstmaligen Führung. Jetzt war der Bann gebrochen. Nur kurze Zeit später gelang es Kipf, auf 2:0 zu erhöhen. Die Emmentalerinnen setzten die Oberländerinnen vermehrt unter Druck und zeigten sich kämpferischer als noch im ersten Drittel. Dies wurde belohnt. Nach einem schönen Spielzug war es erneut Brechbühl, die einen Querpass von Marti in ein Tor verwandeln konnte. Nun waren die Skorps auf dem richtigen Weg. Mit einem komfortablen 3-Tore-Vorsprung ging es in die zweite Drittelspause.
Im dritten Spielabschnitt wollte man die Führung nicht nur halten, sondern weiter ausbauen. Die Skorps zeigten sich weiterhin konterfreudig, mutig und aktiv. Allerdings wurden auch die Oberländerinnen sichtbarer und übten mehr Druck aus. Ein Freistoss in der Ecke brachte dann auch dem Heimteam den ersten Treffer des Abends durch Lahti. Bei diesem einen Treffer sollte es nicht bleiben. Die Partie wurde hitziger und körperbetonter, was zur ersten Strafe der Partie führte. Zwar überstanden die Skorps die Unterzahlsituation noch schadlos, konnten aber den kurz darauf folgenden Anschlusstreffer durch Grossenbacher nicht verhindern. Die Partie war jetzt wieder offen, es stand 3:2 und die letzten drei Spielminuten verhiessen Spannung. Das Heimteam lief nun mit einer sechsten Feldspielerin und ohne Torhüterin auf, stellte sich dann aber mit einer Strafe wegen Stockschlags selbst ein Bein. Die Torhüterin blieb draussen, das Tor der Oberländerinnen trotz gleicher Spielerinnenzahl leer. Diese Chance liessen sich die Emmentalerinnen nicht entgehen und erhöhten auf 4:2 durch Hanimann. In den letzten 22 Sekunden machte Grundbacher dem Motto «Bully-Goou» alle Ehre und netzte zum 5:2 Schlussresultat ein.
Dank einem starken Auftritt im zweiten Drittel konnten die Skorps ein weiteres Derby gegen UH BEO für sich entscheiden. Das Spiel zeigte aber auch, woran nach der längeren Matchpause nun gearbeitet werden musste.
Matchtelegramm 19.11.2022 – Unihockey Berner Oberland - Skorpion Emmental Zollbrück 2:5 (0:0, 0:3, 2:2) RAIFFEISEN Arena Gürbetal, Seftigen. 381 Zuschauer. SR Crivelli/Rampoldi.
Tore: 31. S. Brechbühl (C. Grundbacher) 0:1. 32. L. Kipf (M. Gerber) 0:2. 34. S. Brechbühl (A. Marti) 0:3. 51. T. Lahti (L. Pakarinen) 1:3. 57. M. Grossenbacher (J. Zurbriggen) 2:3. 60. L. Hanimann (L. Řezácová) 2:4. 60. C. Grundbacher 2:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Berner Oberland. 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück.
Skorpion Emmental: Bircher, Jeige, Ritter, Thomi M., Liechti, Reinhard, Lüthi, Pekárková, Hök, Brechbühl, Grundbacher, Řezácová, Hanimann, Lanz, Kipf, Marti, Bieri, Spichiger, Gerber.
Bestplayer: UHV Skorpion Emmental S. Brechbühl; Unihockey Berner Oberland L. Töndury.