, Inglin Samira

NLA: Weiterhin nur Siege des Heimteams

Am Samstagnachmittag durften die Skorps erstmal in dieser Halbfinalserie in der heimischen BOE spielen. Die Zuschauerränge waren prall gefüllt und die zahlreich erschienenen Fans wurden mit einem äusserst ausgeglichenen und spannenden Unihockeyspiel bestens unterhalten.


Michelle Gerber wird in der sehr gut besetzten BOE Zollbrück gleich von zwei Piranha's bedrängt (Foto: Janine Sahli)

Die Gäste aus Chur waren in der Anfangsphase deutlich wacher und zeigten sich in allen Belangen bissiger. Während Piranha Chur den Ball spielerisch leicht von Schaufel zu Schaufel zirkulieren liess, waren die Spielerinnen der UHV Skorpion Emmental mehrheitlich damit beschäftigt dem Spielgerät hinterherzurennen. Der erste Treffer der Churerinnen durch die slowakische Verteidigerin Klapitova war auf einen Zuteilungsfehler in der Skorps Defensive zurückzuführen, da zum Zeitpunkt des Freistosses nur vier von fünf Spielerinnen des Heimteams auf dem Feld standen. Wie schon in Spiel zwei dauerte es ungewöhnlich lange, ehe die Skorps den ersten Treffer verbuchen durften. Lea Hanimann glich das Spiel nach 27 Minuten aus. Der ausgeglichene Spielstand währte jedoch nicht lange, denn Churs Wyss netzte wenige Zeigerumdrehungen später mit einem platzierten Schuss zur erneuten Führung für ihre Farben ein. Die Emotionen kochten langsam hoch, was sich in der steigenden Aggressivität der Zweikämpfe deutlich bemerkbar machte. Die letzten zehn Minuten des Spiels wurden zum Abnützungskampf. Erst glich Nikol Pekarkova das Spiel wieder aus, ehe im Anschluss Julia Suter Piranha ein weiteres Mal in Führung brachte. Die längst fällige Strafe gegen Flügelstürmerin Repkova nutzten die Skorps im Powerplay: Nathalie Spichiger glich das Spiel knapp fünf Minuten vor Schluss wieder aus und rettete ihr Team damit in die Verlängerung. Diese war dann nur von kurzer Dauer, da im Gegensatz zu den vorangegangenen 60 Minuten, die Chancenauswertung höchst effizient war. Lena Baumgartner erlöste die Skorpione schon nach 27 Sekunden und sicherte dem Team damit den zweiten Punkt in der Serie.

Die Freude über den Heimsieg war - speziell bei Sonia Brechbühl - sehr gross (Foto: Janine Sahli)

Spiel vier am Sonntag startete im Wissen, dass das Siegerteam dieser Serie in einem allfälligen Superfinal auf die Kloten-Dietlikon Jets treffen wird. Im Gegensatz zum samstäglichen Spiel wurden die Skorps diesmal bereits nach 24 Sekunden für ihr passives und nicht waches Auftreten bestraft. Rüttimann luchste einer Grünen den Ball in der Mittelzone ab, Jirakova schiesst und Repkova verwertet den Abpraller eiskalt. Dieses schnelle Gegentor hätte eigentlich als Weckruf genug gedient, doch die Skorps zeigten sich weiterhin eher träg und fanden kaum Zugriff aufs Spiel. Zur Drittelsmitte erhöhte Churs Wick auf 2:0 und dank einem Penaltysave von Helen Bircher musste man nicht auch noch vor der ersten Pause den dritten Treffer hinnehmen. Headcoach Lukas Schüepp sah sich bereits nach 12 Minuten gezwungen sein Timeout zu nehmen und rüttelte seine Equipe gehörig wach. Auf weitere Tore mussten sich die zahlreich angereisten Berner und Bündner Fans bis zur 43. Minute gedulden, ehe Lara Kipf den Anschlusstreffer für die Skorps zu schiessen vermochte. Kurz darauf traf die eingewechselte Lucie Rezacova zum Ausgleich und die Skorps schienen nach 46 Minuten nun endlich im Spiel angekommen zu sein. Leider jedoch verursachte die zuvor gross umjubelte Torschützin Kipf einen Penalty und diesmal blieb Torhüterin Bircher beim vorzüglich ausgeführten Penalty Klapitovas chancenlos. Die Skorps versuchten in den Schlussminuten mit einer zusätzlichen Feldspielerin den Ausgleich zu erzwingen, scheiterten jedoch am eigenen Unvermögen. Die Tore vier und fünf der Churerinnen ins leere Tor wurden zum endgültigen Genickbruch und so musste man die zweite Auswärtsniederlage dieser Serie hinnehmen.

Beide Teams gewannen bisher somit ihre Heimspiele, was zu einem Serienresultat von 2:2 führt. Weiter geht es am Donnerstag um 20 Uhr in der BOE Zollbrück, wo sich die Skorps vor heimischem Anhang den ersten Matchball sichern könnten.

Heja Skorps!

Skorpion Emmental Zollbrück - piranha chur 4:3 n.V. (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) Ballsporthalle Oberemmental (BOE), Zollbrück. 430 Zuschauer. SR Friemel/Hasselberg.
Tore: 16. K. Klapitová (J. Suter) 0:1. 27. L. Hanimann (N. Pekarkova) 1:1. 30. R. Wyss (G. Behluli) 1:2. 49. N. Pekarkova (L. Baumgartner) 2:2. 51. J. Suter (G. Behluli) 2:3. 55. N. Spichiger (L. Liechti) 3:3. 61. L. Baumgartner (N. Pekarkova) 4:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück. 1mal 2 Minuten gegen piranha chur.

Piranha chur – Skorpion Emmental Zollbrück 5:2 (2:0, 0:0, 3:2) Gewerbliche Berufsschule, Chur. 438 Zuschauer. SR Keel/Siegfried.
Tore: 1. M. Repková (N. Jiráková) 1:0. 10. M. Wick 2:0. 43. L. Kipf 2:1. 47. L. Rezacova 2:2. 48. K. Klapitová 3:2. 60. R. Wyss 4:2. 60. M. Repková 5:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen piranha chur. 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück.  

Weitere Fotos zum Spiel am Samstag gibt es von Janine Sahli auf der Website der Skorps oder bei Fabrice Duc - herzlichen Dank.