, Inglin Samira

NLA: Start ins neue Jahr missglückt

Zum Auftakt des Jahres 2022 stand das Auswärtsspiel in der bestens bekannten GBC in Chur an. Das Spiel gegen Piranha Chur darf als veritabler Gradmesser angesehen werden, ging doch das erste Spiel mit einem knappen 2:0 Sieg zugunsten der Emmentalerinnen aus. Gleichzeitig durfte man sich beidseits glücklich schätzen, überhaupt Unihockey spielen zu dürfen, wurden in den vier Nationalligen viele Spiele aufgrund des Coronavirus abgesagt.

Die Skorps starteten konzentriert ins Spiel, mussten sich jedoch in den ersten Minuten vermehrt ohne Ball in den eigenen Reihen beweisen. Die Churerinnen waren in der Anfangsphase spielbestimmend und allen voran die Linie um die Nationalspielerinnen Suter und Rüttimann sorgte für Torgefahr und brenzlige Situationen vor dem Gästetor. Julia Suter war es dann auch, die nach einem zackig vorgetragenen Konter nur noch einschieben musste und somit für die 1:0 Führung des Heimteams verantwortlich war. Die Berner Bemühungen wurden durch eine ärgerliche und hart gepfiffene Strafe wegen Bodenspiels gebremst, doch die Box hielt dem hohen Druck des gegnerischen Powerplays souverän stand.

Der zweite Spielabschnitt startete aus Sicht der Gäste deutlich besser, zeigte man sich vermehrt spielbestimmend und kreativer in Auslösung und Festsetzen. Bereits vor der Pause begann mit dem Lattenschuss von Lara Kipf das Metallspektakel, trafen nun auch Nathalie Spichiger sowie wenig später Lisa Liechti jeweils nur die Latte. In der 36. Minute erlöste Lea Hanimann endlich ihr Team und traf nach clever vorgetragenem Freistoss zum verdienten Ausgleich. Die Freude der Skorps hielt jedoch nicht lange an, denn Julia Suter reagierte nach einem Abpraller am schnellsten und schnürte damit ihr Doppelpack.

Dank einer Strafe eine Sekunde vor Ablauf des zweiten Drittels, vermochten die Skorps mit einem numerischen Vorteil ins letzte Drittel zu starten. Trotz grosser Bemühungen und einigen guten Abschlüssen verstrich die Überzahl torlos, doch steckten die Skorps nicht auf. Nach einem herrlichen Slapshot Alessandra Schnellers, der wie ein Pfeil den Weg ins Emmentaler Tor fand, sahen sich die Skorps mit einem Zweitorerückstand konfrontiert. Es schien jedoch nicht der Abend der Berner Offensive zu sein, scheiterten doch reihenweise Akteurinnen an der gegnerischen Verteidigung und so musste nach Spielende eine 3:1 Niederlage quittiert werden.   Die Skorps dürfen den Kopf nicht lange hängen lassen, da bereits morgen in der BOE das nächste Spiel gegen den UHC Laupen auf dem Programm steht. Gegen die Zürcherinnen geht das Heimteam als klarer Favorit ins Spiel und will nach dieser bitteren Niederlage wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren. Heja Skorps!

piranha chur - Skorpion Emmental Zollbrück 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) Gewerbliche Berufsschule, Chur. 122 Zuschauer. SR Crivelli/Rampoldi.
Tore: 12. J. Suter (L. Ediz) 1:0. 36. L. Hanimann (N. Reinhard) 1:1. 38. J. Suter (L. Rensch) 2:1. 53. A. Schneller (M. Wick) 3:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen piranha chur. 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück.

Fotos zu diesem Spiel von Fabrice Duc gibt es unter diesen Link!