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NLA: Ein Sieg und eine Niederlage für die Skorpions

Kuratli Flavia 04.11.2019

Während die Skorpions das Spiel gegen die Red Ants gleich mit 7:3 für sich entscheiden konnten, müssen sie sich auswärts gegen Zug mit 6:4 geschlagen geben. Trotz den drei wichtigen Punkten, hätten es dieses Wochenende eigentlich sechs Punkte sein sollen.

Das Aufeinandertreffen zwischen Red Ants Rychenberg Winterthur und Skorpion Emmental Zollbrück versprach aufgrund der letztjährigen umkämpften Begegnungen viel Spannung. Das Spiel startete auf hohem Niveau und die Teams agierten auf Augenhöhe. Der erste Treffer wurde durch Aline Marti erzielt, welche nach einem abgefangenen Pass die Ruhe behielt und im Alleingang den Abschluss suchte. Der Ausgleich liess aber nicht lange auf sich warten. Nach einem raschen Konter wurde Margrit Scheidegger regelwidrig gestoppt und mit einem Penalty geahndet. Dieser wurde von Linn Larsson ausgeführt und eiskalt verwertet. Das nächste Tor fiel wieder zu Gunsten der Heimmannschaft. Lara Kipf traf nach einem einstudierten Freistoss aus der Mitte zum 2:1. In der 7. Minute konnten die Zürcherinnen bereits wieder ausgleichen. Mit einer schnellen Spielwende überrannten die Red Ants die Emmentaler Defensive und spielten vor dem Tor noch den nötigen Querpass. Dieser versenkte Nicole Mattle mit einem Backhand-Schuss, an welchen Helen Bircher knapp nicht mehr rankam. Der nächsten Treffer gelang wieder den Emmentalerinnen und zwar gleich wie das vordere Tor mit einem Backhand-Schuss. Marylin Thomi dribbelte sich vor die Torhüterin und lenkte den Ball abschliessend ins Tor. Lediglich einen Einsatz später konnten die Skorps das Resultat weiter ausbauen. Mit einem 4:2 Zwischenstand gingen die Teams in die erste Drittelspause.

Das zweite Drittel eröffneten die beiden Treffer in der 23. Minute. Zuerst gelang Lisa Liechti im Slot das fünfte Tor für die Emmentalerinnen und anschliessend brillierte Nea Suominen mit einem präzisen Schuss an Pfosten und Latte, welcher von den Schiedsrichtern als Goal anerkannt wurde. Diese beiden raschen Treffer zwangen die Trainer der Red Ants zu reagieren. Das Gastteam setzte ihr Time-Out ein und stellte danach auf zwei Linien um, damit das Tempo erhöht werden konnte. Dies zeigte bereits beim nächsten Einsatz Wirkung. Nicole Mattle löste sich unbemerkt auf den weiten Pfosten, wo sie von Margrit Scheidegger angespielt wurde und dann nur noch den Ball einschieben musste. So stand es nach 23 Spielminuten 6:3 für Skorpion Emmental Zollbrück. Danach wurde eine 2-Minutenstrafe wegen Blockieren des Stockes gegen Géraldine Rossier ausgesprochen. Diese Möglichkeit blieb ungenutzt, wodurch für Rychenberg Winterthur weiterhin gewisse Hoffnung bestehen blieb. In der 38. Minute tänzelte sich Karin Bieri von der Mitte durch die Gegenspielerinnen und lochte zum Schluss noch souverän zum 7:3 ein. Und schon war dann auch das zweite Drittel zu Ende und die zweite Pause stand an.

Im letzten Drittel wurde weiterhin um jeden Ball gekämpft und dem Gegner nichts geschenkt. In der 54. Minute stoppte Jael Koller mit einem hohen Stock, was eine 2-Minutenstrafe zur Folge hatte. Doch die Skorps erspielten sich zwar einige Chancen, jedoch konnte keine davon verwertet werden. Nicht einmal drei Minuten vor Schluss wurde es nochmals brenzlig. Die Emmentalerinnen erhielten eine unglückliche 2-Minutenstrafe und mussten deswegen mit einer Frau weniger die letzten Minuten überstehen. Ein abgeklärtes Box-Play verhinderte ein Gegentor und somit endete dieses Spiel mit 7:3 für die Skorpions.

 

Kaum 12 Stunden später traten die Emmentalerinnen die Reise nach Zug an. Mit bemerkbarer Müdigkeit verpassten die Skorpions den Start ins Spiel und wurden gleich zu Beginn mit einem Konter überfahren. Die Gastmannschaft fand noch nicht wirklich ins Spiel, aber trotzdem gelang nach einem schnellen Auswurf von Helen Bircher der Ausgleich. Nathalie Spichiger überholte mit ihren schnellen Beinen die Zuger-Verteidigung und liess die gegnerische Torhüterin eiskalt stehen. Wenige Sekunden später kam es erneut zu einem Konter seitens Zug United. Dieser konnte zwar unterbrochen werden, jedoch war es aus Sicht der Schiedsrichter nicht regelkonform. So kam es wie beim gestrigen Spiel zu einem Penalty. Sabrina Bösch versenkte den Strafstoss diskussionslos und brachte Zug wieder in Führung. Kurz vor Drittelsende konnte das Heimteam noch auf 3:1 erhöhen.

Im zweiten Drittel brauchte es eine Reaktion der Skorps, damit dieses Spiel noch zu ihren Gunsten gedreht werden konnte. Die Emmentalerinnen wechselten auf zwei Linien um und erhofften sich so die nötige Wendung. Doch trotz etlichen Torchancen und beinahe 90% Ballbesitz wurde jede davon von einer starken Leistung der Zuger-Torhüterin zu Nichte gemacht. So blieb das Mitteldrittel torlos und die Skorpions waren zwei Tore im Rückstand.

Die Herausforderung wurde in der 44. Minute noch ein wenig grösser. Denn nach einem Fehlpass gewann Sabrina Bösch den Ball und lancierte Ida Suikka, welche zum 4:1 einnetzen konnte. In der 46. Minute zeigte die Umstellung auf zwei Linien die lang ersehnte Wirkung. Doris Berger erlöste die Skorpions und traf in Unterzahl vom hohen Slot ins Tor. Der Ball lief mehr und mehr für die Skorps. Nadia Reinhard zog von hinten, über links und versenkte den Ball souverän unter die Latte. Das Spiel war wieder offen und beide Teams kämpften weiter. Die Einen um ein Gegentor erzielen zu können, die Anderen um dieses zu verhindern. Der Druck auf das Zuger-Tor stieg stetig an, jedoch öffneten sich dadurch auch vermehrt die Chancen für rasche Konter. Einer davon wurde von Malin Brolund genutzt und so gab es für Zug United wieder ein wenig Luft. Doch die Emmentalerinnen gaben sich noch nicht geschlagen und wechselten die Torhüterin mit einer Feldspielerin aus. Mit sechs Feldspielerinnen klappte in der 58. Minute der Anschlusstreffer und liess nochmals ein wenig hoffen. Die letzten Minuten wurden weiterhin ohne Torhüterin bestritten. So führte ein Ballverlust noch zum abschliessenden Tor zu Gunsten von Zug United, welche somit das Spiel mit 6:4 für sich entschieden.

Skorpion Emmental Zollbrück - R.A. Rychenberg Winterthur 7:3 (4:2, 3:1, 0:0) Ballsporthalle Oberemmental (BOE), Zollbrück. 137 Zuschauer. SR Palo/Savolainen.

Tore: 3. A. Marti 1:0. 4. L. Larsson 1:1. 6. L. Kipf (M. Thomi) 2:1. 7. N. Mattle (M. Scheidegger) 2:2. 12. M. Thomi (N. Suominen) 3:2. 13. J. Maurer (S. Sturzenegger) 4:2. 23. L. Liechti (F. Kuratli) 5:2. 23. N. Suominen (D. Berger) 6:2. 23. N. Mattle (M. Scheidegger) 6:3. 38. K. Bieri (N. Reinhard) 7:3.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück. 2mal 2 Minuten gegen R.A. Rychenberg Winterthur.

Skorpion Emmental: Bircher; Liechti, Ritter; Berger, M. Thomi; Reinhard, Sturzenegger; K. Bieri, Kuratli, Spichiger; Kipf, Suominen, Brechbühl; Marti, Maurer, Baumgartner; Locher, J. Bieri, Gerber, Wermuth, Aeschbacher.

Bemerkungen: Skorpions ohne Buri, J. Thomi, Itänen, Mosimann, Grundbacher (alle verletzt/ rekonvaleszent), Krähenbühl (krank) und Briggen (abwesend). Liechti und Larsson als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

 

Zug United - Skorpion Emmental Zollbrück 6:4 (3:1, 0:0, 3:3) Dreifachsporthalle Kantonsschule Zug, Zug. 105 Zuschauer. SR Friemel/Hasselberg.

Tore: 2. Ro. Bichsel (M. Brolund) 1:0. 8. N. Spichiger (H. Bircher) 1:1. 9. S. Bösch 2:1. 15. M. Brolund (Ro. Bichsel) 3:1. 44. I. Suikka (S. Bösch) 4:1. 46. D. Berger (F. Kuratli) 4:2. 51. N. Reinhard (L. Liechti) 4:3. 57. M. Brolund (W. Noga) 5:3. 58. S. Brechbühl (N. Reinhard) 5:4. 60. S. Kuster 6:4.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Zug United. keine Strafen.

Skorpion Emmental: Bircher; Liechti, Ritter; Berger, M. Thomi, Reinhard, Sturzenegger; K. Bieri, Kuratli, Spichiger; Kipf, Suominen, Brechbühl; Marti, Maurer, Baumgartner; Locher, Briggen.

Bemerkungen: Skorpions ohne Buri, J. Thomi, Itänen, Mosimann, Grundbacher (alle verletzt/ rekonvaleszent), Krähenbühl (krank). Reinhard und Riboni als beste Spielerinnen ausgezeichnet.