// NLA: Regula Schori - Eine lange Karriere geht zu Ende

Regula Schori hat die Skorps in den letzten Jahren auf und neben dem Feld geprägt wie kaum eine andere Spielerin! Mit ihrer positiven, motivierenden Art konnte die 29jährige Emmentalerin das ganze Team mitreissen, sei es in der 1. Mannschaft auf höchster Stufe oder jetzt mit der 2. Mannschaft in der 1. Liga.
Die jüngere der Schori-Schwestern wird nun eine Unihockeypause einlegen. Wir haben uns mit ihr unterhalten.


Regula Schori, erzähl uns wie deine Unihockeykarriere begonnen hat.
Regula: Als ich 10 Jahre alt war, startete ich beim UHC Bowil. Zusammen mit den Jungs spielte ich bei den C-Junioren. Anschliessend spielte ich je ein Jahr bei den B- und A-Juniorinnen vom UHT Eggiwil. Bei den B-Juniorinnen durften wir den Vize-Schweizermeister Titel feiern.
Trainiert habe ich nach kurzer Zeit auch in der 1. Mannschaft der Bowiler-Damen, zusammen mit meiner Schwester Sonja. Ich war jedoch immer zu jung, dass ich dort hätte spielen dürfen.
2003 wurden aus den Vereinen Bowil, Eggiwil und Schüpbach die Skorps gegründet. Ich spielte noch eine Saison mit den Skorps in der 1. Liga, bevor ich in die NLA wechselte. Bei den Bern Capitals durfte ich 7 Jahre in der NLA (diese wurde damals teilweise SML genannt) spielen. Während fast zwei Saisons war auch eine sehr talentierte junge Spielerin namens Nina Bärtschi bei uns im Team.


Danach kam die Rückkehr zu den Skorps.
Regula: Genau. Als die Skorps im Frühling 2012 den Aufstieg in die NLB schafften, wechselte ich zurück ins Emmental und konnte nun wieder mit Sonä zusammenspielen. Aufwand und Ertrag stimmten für mich nicht mehr in der NLA und ich wollte zurückfahren mit dem Aufwand. Gleich in dieser Saison gelang uns der grandiose Aufstieg in die NLA. So durfte ich nochmals zwei Jahre mit den Skorps in der höchsten Liga spielen.
Besonders cool war natürlich, dass ich bei den Skorps auf sehr viele bekannte Gesichter traf. Karin Stettler, Fabienne Walther, Larissa Locher und Esther Gurtner kannte ich von der Zeit bei den Caps. Beno Nussbaum kannte ich von der U19-Nati.


Und im Frühjahr 2015 bist du zum ersten Mal zurückgetreten ??.
Regula: Ja. Da damals unser 1. Liga Kader ziemlich schmal war, wurde ich von Aldo überzeugt, doch noch eine 1. Liga Lizenz zu lösen. So konnte ich im Notfall dem Team helfen. Sicher hatte Aldo schon damals den Plan, mich bei Bedarf auch in der NLA einzusetzen ??.
Aufgrund vieler Verletzungen im NLA-Team kam ich dann zu unerwartet vielen Einsätzen. Da war auch unihockey.ch überrascht, als ich auf einmal mit der Nr. 88 und dem Namen Stettler auf dem Feld stand. Die Begründung war recht einfach. Das war das einzige Leibchen, welches mir passte. Karin Stettler spielte dann mit dem Leibchen Nr. 7 von der verletzten Livia Badertscher.
Auch kam ich in dieser Zeit mehr als Verteidigerin und nicht mehr als Center zum Einsatz.
Auf die Saison 16/17 wechselte ich dann definitiv ins Kader der 1. Liga.


Und was würdest du als deine grössten Erfolge in dieser langen Karriere bezeichnen?
Regula: Da gibt es speziell zwei Momente. Einerseits die Bronzemedaille mit der U19-Nationalmannschaft in Polen im Jahr 2006 und der Aufstieg mit den Skorps in die NLA. Das ich den Aufstieg zusammen mit meiner Schwester feiern konnte, war das Schönste!
Auch sämtliche Playoff-Spiele habe ich sehr genossen. In meiner ersten und meiner letzten Saison mit den Caps waren wir dabei, sonst spielten wir leider mehrheitlich gegen das Tabellenende ??. Zum Abschluss meiner NLA-Zeit durfte ich auch mit den Skorps noch Playoffs spielen.


Während all den Jahren hast du sicher unendlich viele Geschichten erlebt und viele tolle Leute getroffen. Sicher gäbe es da vieles zu erzählen.
Regula: Ja, das ist so. Während all den Jahren wurde ich speziell von einer Spielerin immer begleitet, von Karin Stettler. Käru wurde inzwischen zu einer tollen Freundin. Wir trafen uns bei den Caps, ich wechselte von den Skorps, Käru kam von den Juniorinnen in die NLA. Danach hatten wir gemeinsame Jahre bei den Caps, in der U19 und schlussendlich wieder bei den Skorps. Die Zeit mit ihr habe ich immer sehr genossen.
Eine äusserst wichtige Person war auch immer meine Schwester Sönä. Nur dank und mit ihr kam ich bereits mit 16 Jahren in die NLA und habe es so weit gebracht.
Für mich war es eine besondere Ehre, dass ich die beiden letzten Jahre bei den Caps und dann drei Jahre bei den Skorps die Captainbinde tragen durfte und so das Team führen konnte.


Und wie geht es jetzt weiter bei dir?
Regula: Jetzt mache ich mal eine Saison Pause. Wir sind aktuell intensiv mit dem Umbau des Eigenheims beschäftigt. Und der Aufwand in tieferen Ligen ist nicht zu unterschätzen. Auch dort werden zwei Trainings, die Spieleinsätze sowie ein paar Helfereinsätze erwartet. Natürlich geniesse ich die viele freie Zeit neben dem Unihockey auch sehr.
Was in einem Jahr ist, weiss ich heute noch nicht. Das lasse ich gerne noch offen. Noch schliesse ich nicht definitiv aus, dass ich den Stock nochmals in die Hände nehme…


Den Skorps will ich ein riesiges MERCI aussprechen für die äusserst coole Zeit welche ich jederzeit mit allen erleben durfte. Es hat immer riesigen Spass gemacht und einen solch guten Teamgeist habe ich nirgends erlebt wie bei den Skorps!

Regä, auch wir von den Skorps danken dir ganz herzlich für deinen tollen Einsatz! Es hat wohl gut Gründe, wieso du fünf Jahre in Serie ein Team als Captain anführen durftest! Geniess deine Freiheiten und hoffentlich bis bald wieder einmal an einem Spiel. Merci viu, viu mau!